Parbhunath Temple und das Himmelstor

Parbhunath Temple und das Himmelstor

Erfahren Sie alles über den Parbhunath-Tempel, von seinem beeindruckenden Eingangstor bis hin zu den heiligen Schreinen im Inneren.

Die Reise begann in der friedvollen Stille des Ashrams nahe Devdaha, einem Ort, der noch immer vom Echo der Geschichte und der Spiritualität Buddhas durchdrungen scheint. Die Morgensonne warf lange Schatten über das Gelände, als wir unser Hab und Gut verstauten. Baba, der Leiter des Ashrams, dessen Gesicht von tiefer Gelassenheit und unzähligen Lachfalten gezeichnet war, bot uns großzügig an, uns selbst zu fahren. Sein altes Auto wartete bereits, ein treuer Begleiter auf den staubigen Wegen Nepals. Mit einem letzten Segen und dem Duft von Räucherstäbchen in der Nase ließen wir die vertraute Umgebung hinter uns und machten uns auf den Weg in die Ungewissheit der Berge, getragen von der Vorfreude auf das, was uns am Parbhunath Temple erwarten würde.

Die Reise in die kühlen Höhen des Mahabharat-Gebirges

Die Fahrt führte uns weg von den heißen Ebenen des Terai, tiefer hinein in das sanfte Hügelland, das sich allmählich zu imposanten Höhen aufschwang. Baba steuerte das Fahrzeug mit einer Ruhe, die sich auf uns alle übertrug, während die Landschaft vor dem Fenster immer grüner und die Luft merklich kühler wurde. Unser Ziel, der Parbhunath-Tempel im Distrikt Palpa in Swargadwarikhal, liegt majestätisch auf einer Höhe von etwa 1.100 bis 1.200 Metern über dem Meeresspiegel. Je höher wir kamen, desto weiter öffnete sich der Blick über die Täler. Die Serpentinen wanden sich wie Schlangen den Berg hinauf, vorbei an kleinen Terrassenfeldern und winkenden Kindern am Straßenrand, bis schließlich das imposante Tor des Tempels in Sichtweite kam – ein Symbol für den Übergang von der weltlichen in die göttliche Sphäre.

Stille Begegnungen und die Kraft der Gemeinschaft

Oben angekommen, schien die Zeit stillzustehen. Nach der Begrüßung durch die lokalen Bewohner und die dort lebenden Mönche wurden wir eingeladen, an der gemeinsamen Meditation teilzunehmen. Wir saßen im Kreis, die Augen geschlossen, während der kühle Wind leise durch die Tempelanlage strich. Es war ein tiefgreifender Moment der Verbundenheit; obwohl wir aus verschiedenen Welten kamen, fanden wir in der Stille eine gemeinsame Sprache. Nach der geistigen Stärkung folgte die leibliche: Uns wurde ein traditionelles Dal Bhat serviert. Der duftende Reis, die würzige Linsensuppe und das frische Gemüse schmeckten nach der langen Reise und der klaren Bergluft besser als jede Delikatesse, die wir zuvor gekostet hatten. Es war ein Essen, das nicht nur den Magen, sondern auch die Seele wärmte.

Eine Nacht unter dem Sternenzelt des Ashrams

Als die Dämmerung einsetzte und die Schatten der Tempeltürme länger wurden, bezogen wir unser Quartier im angeschlossenen Ashram. Es war eine einfache, aber herzliche Unterkunft, die alles bot, was wir brauchten: Schutz und Frieden. Die Geräusche der Natur – das Zirpen der Grillen und das ferne Läuten einer Tempelglocke – begleiteten uns in den Abend. Wir verbrachten die Nacht dort oben, fernab vom Lärm der Städte, unter einem Sternenhimmel, der in dieser Höhe greifbar nah schien. Diese Übernachtung im Ashram besiegelte unsere Reise; sie verwandelte einen bloßen Ausflug in eine spirituelle Erfahrung, die wir in unseren Herzen mit zurück ins Tal nehmen würden, als wir am nächsten Morgen von der ersten Sonne geweckt wurden.

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