Es gibt Dinge, die uns über die Jahre ans Herz wachsen – nicht, weil sie wertvoll sind, sondern weil sie unsere Geschichte teilen.
Ein Stück Himalaya für meine Meditationen
Es gibt Momente, die man nicht nur im Gedächtnis, sondern auch auf der Haut behält. Einer dieser Augenblicke führt mich zurück in den Ashram, in der Nähe von Rupandehi, unweit von Lumbini, wo die Hitze des Tages einer unerwartet kühlen nepalesischen Nacht gewichen war. Als ich mich dort zur ersten morgendlichen Meditation niederließ, reichte mir Baba, der Saddhu der den Ashram leitete, eine Decke aus Yakwolle. Sie war schwerer, als sie aussah, verströmte einen erdigen, beruhigenden Duft und hüllte mich sofort in eine wohlige Wärme, die mich sehr schnell zur Ruhe kommen ließ. Sie war grob verwebt, aber von einer ursprünglichen Sanftheit, die mich während der gesamten Zeit in Nepal begleitete.
Der Abschied von diesem Ort fiel mir schwer, und noch schwerer wog das Gefühl, diese so besondere Meditationsdecke aus Yakwolle dort zurücklassen zu müssen. Doch das Schicksal hatte andere Pläne. Wochen später, zurück im vertrauten, kopfsteingepflasterten Augsburg, schlenderte ich eher zufällig an dem kleinen Nepalshop vorbei. Ein vertrauter Geruch und die Textur der ausgestellten Stoffe zogen mich magisch an. Und da lag sie: genau jene Decke aus Yakwolle, die mich in Rupandehi so treu gewärmt hatte. Es fühlte sich an wie das Wiedersehen mit einer alten Freundin. Ohne zu zögern, kaufte ich mir eine, und seit diesem Tag ist sie aus meinem Leben nicht mehr wegzudenken. Die Decke hat eine Größe von ca. 260 x 120 cm und ist so groß, dass sie im Lotussitz alle Körperteile gut abdeckt.

Heute ist diese Meditationsdecke meine treueste Begleiterin. Was ich besonders an ihr schätze, ist ihre verblüffende Vielseitigkeit: Obwohl sie mich so zuverlässig vor Kälte schützt, lässt sie sich erstaunlich klein zusammenrollen. Sie nimmt kaum Platz weg und verschwindet mühelos in meinem Rucksack, egal ob ich zu einer Yoga-Stunde fahre oder in die Berge wandere. Wenn ich sie heute um mich lege und mich hineinkuschele, ist es die direkte Verbindung zu der Stille von Rupandehi, die ich nun überallhin mitnehmen kann.



























